22.. Jänner 2026 • Lesezeit: 5 Minuten
Corporate Influencer:innen sind kein neues Phänomen. Neu ist nur, dass immer mehr Unternehmen nicht nur über das Unternehmensprofil, sondern durch die Menschen dahinter kommunizieren.
Mitarbeitende geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag, erzählen von Projekten, teilen Erfahrungen oder zeigen, was sie antreibt. Nicht inszeniert, nicht perfekt, sondern echt. Genau darin liegt die Stärke.
Was Corporate Influencer:innen ausmacht
Corporate Influencer:innen sind Mitarbeitende, die freiwillig als Stimmen ihres Unternehmens auftreten. Sie berichten aus ihrem beruflichen Alltag, teilen fachliche Perspektiven oder persönliche Learnings und transportieren damit Werte und Kultur nach außen.
Der Unterschied zu klassischen Influencer:innen liegt in der Motivation. Corporate Influencer:innen teilen Inhalte aus Überzeugung, die aus dem Arbeitskontext heraus entstehen und genau deshalb glaubwürdig wirken.
Warum Mitarbeitende als Markenbotschafter:innen so wirkungsvoll sind
Menschen vertrauen Menschen. Inhalte von Mitarbeitenden wirken näher, greifbarer und relevanter als klassische Markenkommunikation, weil sie konkrete Einblicke geben, statt abstrakte Botschaften zu senden.
Corporate Influencer:innen können dabei mehrere Bereiche gleichzeitig stärken: Sie unterstützen Marketing und Sichtbarkeit, geben potenziellen Bewerber:innen realistische Einblicke in die Arbeitskultur und tragen intern zur Identifikation mit dem Unternehmen bei. Wer gesehen und gehört wird, fühlt sich oft stärker verbunden.
Ein weiterer Vorteil liegt in der fachlichen Tiefe. Mitarbeitende verfügen über Wissen, Erfahrungen und Perspektiven, die externe Influencer:innen so nicht abbilden können. Inhalte gewinnen dadurch an Substanz und Relevanz, ohne werblich zu wirken.
Corporate Influencing braucht Freiwilligkeit, keinen Druck
So wirkungsvoll Corporate Influencer:innen sein können, so sensibel ist das Thema. Sichtbarkeit lässt sich nicht vorschreiben. Sie funktioniert nur, wenn sie freiwillig entsteht.
Nicht jede Person möchte öffentlich auftreten. Nicht jede:r eignet sich dafür. Sobald Mitarbeitende das Gefühl haben, posten zu müssen, verliert der Content genau das, was ihn stark macht: Authentizität.
Corporate Influencer:innen sind deshalb kein Pflichtprogramm und auch kein KPI-Projekt. Sie entstehen in einem vertrauensvollen Raum, in dem Menschen ihre Stimme nutzen oder bewusst darauf verzichten dürfen.
Was Unternehmen dafür wirklich brauchen
Corporate Influencing braucht kein aufwendiges Programm und keine starren Vorgaben. Viel wichtiger ist ein gemeinsames Verständnis von Sichtbarkeit.
Hilfreich sind klare Leitplanken, etwa zu sensiblen Themen, zu Grenzen zwischen privat und beruflich oder im Umgang mit Feedback und Kommentaren. Diese Orientierung schafft Sicherheit, ohne zu kontrollieren oder zu lenken.
Wenn diese Klarheit vorhanden ist, entstehen Beiträge oft ganz selbstverständlich. Mitarbeitende wissen, woran sie sich orientieren können, und entscheiden selbst, wann und wie sie sichtbar sein möchten.
Was ist mit Inhaber:innen oder Geschäftsführer:innen?
Chef:innen, Gründer:innen und Inhaber:innen sind in vielen Unternehmen das Gesicht der Marke. Sie prägen Haltung, Entscheidungen und die Richtung, in die sich ein Unternehmen bewegt.
Während Mitarbeitende Einblicke in den Arbeitsalltag geben, machen Führungspersonen sichtbar, wofür ein Unternehmen steht und wie es denkt. Diese Sichtbarkeit ersetzt keine Mitarbeiterstimme, sondern ergänzt sie.
Unsere Haltung bei Future Fox
Wir stehen dafür, dass Mitarbeitende als Stimmen einer Marke sichtbar sein dürfen.
Nicht gesteuert, sondern mit eigener Perspektive.
Sichtbarkeit funktioniert, wenn Vertrauen da ist und Menschen sich zeigen dürfen, wie sie sind.
Nicht jede Marke braucht sichtbare Mitarbeitende. Aber jede Marke gewinnt, wenn sie ihrem Team zutraut, für sich selbst zu sprechen.
Fazit
Corporate Influencer:innen sind kein Marketing-Tool, das man auf Knopfdruck einsetzt. Sie sind ein Spiegel für die Arbeitskultur im Unternehmen. Echte Wirkung entsteht nicht durch perfekte Inhalte, sondern durch glaubwürdige Stimmen. Diese entstehen, wenn Vertrauen wichtiger ist als Kontrolle.









